Flachdächer sind Dächer mit einer Dachneigung von weniger als 10°. Manche Quellen nennen eine Obergrenze von 5°. In deutschen Bauordnungen findet sich keine eindeutige Aussage zur Dachneigung von Flachdächern. In der Regel wird die Dachhaut von Flachdächern als Dachabdichtung ausgeführt.
In extremer Form ist das Flachdach äußeren Einflüssen - Wetter und Umwelt - ausgesetzt. Hohe Aufheizung durch Sonne und plötzliche Abkühlung durch Regen führen zu starken Bewegungen in der Außenhaut.
Insbesondere belastet werden Dachdurchbrüche wie Lüfter, Lichtkuppeln und andere Aufbauten sowie Wandanschlüsse. Hier zeigt sich, ob die vorhandene Abdichtung den Belastungen standhält.
Undichtigkeiten treten besonders häufig an Dachdurchbrüchen auf.
Ein weiterer Schwachpunkt der Dachabdichtung ist die Versprödung der Dachhaut. Materialien, die im Sommer noch elastisch sind, verlieren oft mit zunehmender Kälte ihre Elastizität. Ältere Folien
verspröden durch die sogenannte Weichmacherwanderung.
